Der Wald ist als Spiel- und Lernort bestens geeignet, obgleich er weder genormt, noch kontrollierbar ist (Bendt & Erler, 2012). Sogar die räumliche Übersicht geht verloren, da hinter jedem Strauch und Stamm etwas Unerwartetes verborgen sein kann (Sandhof & Stumpf, 2016). Auch vermeidlich bekannte Orte im Wald können täglich verändert erscheinen und immer wieder aufs Neue eine Herausforderung für alle Sinne bedeuten (Bendt & Erler, 2012). Dabei kommt es nie zu einer Reizüberflutung, sofern es sich um ein gesundes Kind handelt, das Zeit hat, die vielen Reize des Waldes zu verarbeiten. Gerade die Zeit bekommt im Wald eine andere Bedeutung für Kinder, die heutzutage in ihrem Alltag mit schnellen Entwicklungen konfrontiert sind (Sandhof & Stumpf, 2016). Hier sind langsame Prozesse vorherrschend. So kann der Wandel des Waldes im Laufe der Jahreszeiten, der kontinuierlich einem verlässlichen Ablauf folgt, nicht aufgehalten oder beschleunigt werden.



„Ein Aufenthalt im Wald ermöglicht aus pädagogischer Sicht

für die gesamte kindliche Entwicklung förderliche Erfahrungen,

die in vergleichbarer Form und Vielfalt kaum in einem

anderen Umfeld gemacht werden können“ (ebd, S. 6).

 

Das für die WALDerKINDER ausgewählte Waldstück wird miteinander auf leicht abgewandelten Routen bereist, erkundet und bespielt. Es ist Teil des äußeren Grüngürtels Kölns, liegt in kurzer Entfernung zu den Wohnräumen und der Weg dorthin ist risikoarm. Vorzugsweise suchen wir zum spielen und lernen einen ganz bestimmten, abwechslungsreichen Waldort auf, der den WALDerKINDERn zu allen Jahreszeiten viele unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen ermöglicht und ein umfassendes Bild des Lebensraums Wald vermittelt.