„Kein Kind kommt mit der Absicht auf die Welt, besser als alle anderen

oder genauso wie alle anderen zu werden. […] Und weil jedes Kind schon bei seiner Geburt einzigartig, also anders als alle anderen ist,

würde es dann auch diese Einzigartigkeit immer weiter entfalten.

 

Es würde nicht besser oder genauso werden,

sondern einfachnur anders als all die anderen.“

 

(Hüther & Weser, 2015)

 


Mein Denken, meine Weltsicht und meine pädagogische Handlungspraxis sind von einer starken Empathie geprägt. Diversität stehe ich sehr offen gegenüber und empfinde sie als Bereicherung. So stelle ich die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen, individueller Lerntempi und eine Orientierung an den Ressourcen der Kinder über das, wie Solzbacher (2016) es ausdrückt, Erreichen von Bildungszielen zu festgelegten Zeitpunkten.

     

Die WALDerKINDER lade ich dazu ein, mit mir eine sichere Beziehung einzugehen, denn erst diese ermöglicht es ihnen „neue Situationen und Erlebnisse nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung bewerten zu können“ (Hüther, 2004, S. 12). So schaffe ich gemeinsam mit ihnen die Voraussetzung dafür, dass sie ihre Fähigkeiten ausbauen, weiterentwickeln und festigen.

 

Haltungen und Werte, die sich ein Kind meines Erachtens wünschenswerterweise zu eigen macht – Achtsamkeit, Toleranz, Umsicht, Verlässlichkeit, Respekt, Fairness, Verantwortung – „kann es aus sich selbst heraus ebenso wenig entwickeln wie die Fähigkeit, sich in einer bestimmten Sprache auszudrücken“ (ebd., S. 18). Auch hierzu bedarf es einer sicheren emotionalen Beziehung. Die Haltungen und Umgangsweisen, die ich den WALDerKINDERn vorlebe, werden sie letztlich am leichtesten übernehmen, wenn zwischen uns ein Gefühl von Verbundenheit besteht. Und wer sich verbunden fühlt ...

 


„[...], fühlt sich mit allem verbunden, und dem ist alles wichtig,

was ihn umgibt. Er liebt das Leben und freut sich an der

Vielfalt und Buntheit dieser Welt. […]

Er ist neugierig auf das, was es in dieser Welt zu entdecken gibt [...].

Er ist dankbar für das, was ihm von der Natur angeboten wird. [...]

Das einzige, was ein Kind braucht, sind andere Menschen, mit denen es seine Wahrnehmungen, seine Empfindungen, seine Erfahrungen

und sein Wissen teilen kann.“

 

(Hüther, 2004)