An den Rechten aller Kinder, die im Rahmen der UN-Kinderrechtskonvention 1989 formuliert wurden – u.a. das Recht auf Privatsphäre, Spiel, Freizeit und Ruhe (Benst & Erler, 2012) – orientiert sich meine pädagogische Arbeit genauso, wie am Erziehungskonzept Emmi Piklers. Das Bild vom Kind, das Emmi Piklers Pädagogik kennzeichnet, geht davon aus, dass jeder Mensch mit einer ausgeprägten Persönlichkeit und Entwicklungskraft auf die Welt kommt.

 

Aufgrund meiner Erfahrungen als Pädagogin, aber insbesondere als Mutter, bin ich zu der festen Überzeugung gelangt, dass Kinder insbesondere Zeit und Freiheit brauchen, nach eigenem Tempo ihr Entwicklungspotential zu entfalten und ihre Umwelt zu entdecken. Mich verpflichtet dies gegenüber den WALDerKINDERn zu einer großen Zurückhaltung. Impulse zu helfen, zu faszinieren und zu lenken muss ich zügeln.

 

Um meinem Bild vom Kind gerecht zu werden, baue ich mit den WALDerKINDERn eine sichere Beziehung auf, achte auf ihr körperliches Wohlbefinden und schaffe für sie Möglichkeiten der Mitwirkung. Ich bin aufmerksam und einfühlsam mit ihnen im Kontakt, biete ihnen einen verlässlichen Tagesablauf mit wiederkehrenden Ritualen und setze klare Grenzen, die ihnen Orientierung ermöglichen. Der Wald als Erfahrungsraum, macht ihren Lust auf Eigentätigkeit und trägt damit zur Selbstbildung und zu einem sicheren Selbstbewusstsein bei.